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Material Care Studies

  1. Isabel Atzl Institut für Geschichte der Medizin, Robert Bosch Stiftung Stuttgart, Deutschland
  2. Dr Lucia Artner Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim

Abstract

Mit diesem Beitrag wird in groben Zügen umrissen, was unter Material Care Studies im Sinne einer Thematisierung und Erforschung von Pflege und Care mit Blick auf ihre materielle Seite, also ihre Dinge, zu verstehen ist und welche neuen Einsichten und Erkenntnisse dieser Zugang eröffnen kann. Ein weitgefasstes Verständnis von Pflege und Care bildet den Ausgangspunkt der Material Care Studies, d.h. die Betrachtung materialer Dinge, die in der Kranken- oder Altenpflege, in der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen, in Operationssälen u.v.m. zum Einsatz kommen. Wir argumentieren, dass Material Care Studies nicht nur von den aktuellen objekttheoretischen Zugängen der Material Culture Studies ausgehen sollten, sondern insbesondere das materielle kulturelle Erbe der Pflege und entsprechende sammlungstheoretische Ansätze in die Diskussion um Pflegedinge einbeziehen müssen. Darüber hinaus sind Material Care Studies explizit gendersensibel, nicht zuletzt aufgrund der historischen Genese der Pflege hin zu einem vermeintlich weiblich konnotierten Wirkungsfeld. Material Care Studies als neues Wissenschaftsfeld begründen sich in der besonders materiellen, dinglichen und körperlichen Prägung der Interaktionen in Kontexten von Pflege und Care. Sie geben Antworten auf die vielen bisher offenen Fragen zu den Wirkungsformen konkreter Materialitäten in Pflege und Care.

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1. Material Care Studies

Isabel Atzl, Lucia Artner

Abstract

Mit diesem Beitrag wird in groben Zügen umrissen, was unter Material Care Studies im Sinne einer Thematisierung und Erforschung von Pflege und Care mit Blick auf ihre materielle Seite, also ihre Dinge, zu verstehen ist und welche neuen Einsichten und Erkenntnisse dieser Zugang eröffnen kann. Ein weitgefasstes Verständnis von Pflege und Care bildet den Ausgangspunkt der Material Care Studies, d.h. die Betrachtung materialer Dinge, die in der Kranken- oder Altenpflege, in der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen, in Operationssälen u.v.m. zum Einsatz kommen. Wir argumentieren, dass Material Care Studies nicht nur von den aktuellen objekttheoretischen Zugängen der Material Culture Studies ausgehen sollten, sondern insbesondere das materielle kulturelle Erbe der Pflege und entsprechende sammlungstheoretische Ansätze in die Diskussion um Pflegedinge einbeziehen müssen. Darüber hinaus sind Material Care Studies explizit gendersensibel, nicht zuletzt aufgrund der historischen Genese der Pflege hin zu einem vermeintlich weiblich konnotierten Wirkungsfeld. Material Care Studies als neues Wissenschaftsfeld begründen sich in der besonders materiellen, dinglichen und körperlichen Prägung der Interaktionen in Kontexten von Pflege und Care. Sie geben Antworten auf die vielen bisher offenen Fragen zu den Wirkungsformen konkreter Materialitäten in Pflege und Care.

2. Einleitung

Mit diesem Beitrag wollen wir in groben Zügen umreißen, was unter Material Care Studies im Sinne einer Thematisierung und Erforschung von Pflege und Care mit Blick auf ihre materielle Seite, also ihre Dinge [1], zu verstehen ist und welche neuen Einsichten und Erkenntnisse dieser Zugang eröffnen kann.

Im ersten Moment erscheint der Terminus Material Care Studies als ein schillernder Begriff: Im Gegensatz zu der Idee einer Material Care, die die Pflege (oder gar Sorge) um Dinge in ihrer Materialität suggeriert, geht es hierbei jedoch weniger um die Wartung von technischen Apparaturen. Die Idee der Material Care Studies verweist vielmehr auf das, was die Wortähnlichkeit zu den Material Culture Studies erahnen lässt: Als ein methodisch und thematisch vielfältiges transdisziplinäres Unterfangen gewinnen die Material Culture Studies ihre Aussagekraft dadurch, dass sie sehr vielschichtige Zusammenhänge in den Blick nehmen: Sie gehen von den Dingen in ihrer Materialität aus, erforschen ihre Einbettung in und Wechselwirkung mit Interaktionen, sozialen Beziehungen und Diskursen sowie die Art, wie durch sie soziale Kontexte (re-)produziert werden. Die Material Care Studies möchten die materielle Seite in den Mittelpunkt rücken und ausgehend von den Dingen Pflege und Care untersuchen. Die Bestimmung als eigenes Forschungsfeld begründet sich einerseits in der Spezifik des von Abhängigkeiten geprägten und Sensibilität fordernden, zwischenmenschlichen Umgangs mithilfe von Dingen in pflegerischen und (ver-)sorgenden Situationen [2], sowie der spezifischen Zugänge zu Körperlichkeit und Leiblichkeit in diesem Feld [3]. Andererseits wird durch die Etablierung der Material Care Studies dem Aspekt der Gegenständlichkeit Rechnung getragen, denn was Pflege und Care konkret in ihren Materialitäten ausmacht und welchen Einfluss Dinge auf die Ausgestaltung der betreffenden Prozesse haben, ist bislang kaum erforscht. [4]

Mit dem Begriff Care wird in den Material Care Studies ein weites Feld umrissen: Von Kinderpflege und Erziehung über Pflege und Betreuung von alten Menschen, von Menschen mit Behinderungen oder Menschen, die an physischen oder psychischen Erkrankungen leiden, die körperlich und/oder seelisch Unterstützung und Beratung benötigen und (medizinisch) versorgt werden müssen, bis hin zu medizinisch-assistiven Tätigkeiten im Behandlungszimmer oder Operationssaal – alles dies sind Bereiche, in denen Care geleistet wird. Pflege (im Sinne eines sehr weit gefassten Verständnisses von nursing, wie es der International Council of Nurses proklamiert [5]) wird hier neben (sozial-)pädagogischen Einsatzbereichen als einer der Kernbereiche verstanden, die Care als übergeordnetes Themenfeld ausmachen, und soll im vorliegenden Beitrag im Mittelpunkt stehen. Im Folgenden wird deshalb bei Aussagen, die Care als einen nicht nur Pflege umfassenden Begriff verstehen, explizit darauf verwiesen, ansonsten aber das enger verstandene Feld der Kranken- und Altenpflege umrissen, da dies im vorliegenden Journal das Hauptinteresse darstellt.

Es scheint zunächst erstaunlich, dass es kaum Arbeiten gibt, die sich mit Dingen der Pflege auseinandersetzen, wenn man bedenkt, dass bereits in den ersten Lehrbüchern und Anleitungen zur Krankenpflege des frühen 19. Jahrhunderts ausführlich und an zentraler Stelle auf die materielle Gestaltung der physischen Umwelt von Kranken eingegangen wird. [6] In neueren Studien zeigt sich dieses Interesse im pflegerischen Kontext zwar ebenfalls, die Untersuchungen sind jedoch tendenziell zweckorientierte oder evaluative Studien aus dem Bereich des Gesundheitswesens, der Pflege, Architektur oder medizinischen Geographie. Empirische qualitative Studien gibt es kaum, von denen sich wiederum nur wenige mit den konkreten Dingen der Pflege befassen. [7]

Der Beitrag, den die Material Care Studies leisten wollen, ist erstens, dass Dinge als Teil gegenwärtiger bzw. vergangener pflegerischer Prozesse sicht- und begreifbar gemacht werden. Bislang wurde ihr Anteil in Forschungen des Themenfeldes Pflege nur selten berücksichtigt. Dabei ist Pflege ohne Dinge nicht denkbar. Des Weiteren können Dinge als bislang unberücksichtigt gebliebene Quellen die Forschungen zu Pflege, und darüber hinaus auch Care, bereichern und erweitern, da mit der Berücksichtigung der Materialität neue Erkenntnisse gewonnen werden, die ohne die Dinge nicht sichtbar würden.

Nicht zuletzt kann dadurch auch der allgemeinen Unsichtbarkeit des Themenfeldes Pflege im wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskurs begegnet werden, denn obwohl Pflege als zentrale Praxis menschlichen Miteinanders und gesellschaftlichen Zusammenhalts beschrieben werden kann [8] und in den aktuellen politischen Debatten große Aufmerksamkeit erfährt, hat sie in der wissenschaftlichen (und auch öffentlichen) Wahrnehmung lange Zeit ein Schattendasein geführt. [9] Dingen wird derzeit große Aufmerksamkeit geschenkt, sei es in der Forschungsförderung oder öffentlichen Wahrnehmung [10], so dass die Thematisierung ihrer Dinge das Themenfeld Pflege attraktiver gestalten kann.

Im Folgenden wollen wir in einer groben Skizzierung das Feld der Material Care Studies umreißen. Zentrale Ansätze sehen wir in den Material Culture Studies, die wir im Folgenden für das eigene Themenfeld spezifizieren wollen (1). Die Dinge der Pflege aus der Vergangenheit (historische Pflegedinge) definieren wir als das materielle kulturelle Erbe und unterziehen es so den Anforderungen, denen auch andere fachspezifische Sammlungen standhalten müssen. Auch und vor allem wegen des historischen Erbes von Pflege und auch Care sind Material Care Studies (3) ebenfalls im Spannungsfeld von gendersensiblen Ansätzen der neueren Care Debatten, wie sie u.a. im Bereich des Feminist Materialism oder den Science and Technology Studies diskutiert werden, anzusiedeln.

3. Material Care als Material Culture

Ein zentraler Punkt der Material Care Studies, deren Methoden sich wesentlich an den Material Culture Studies orientieren, ist die grundlegende Annahme einer Uneindeutigkeit und Unbestimmtheit der Dinge. [11] Diese von Hahn als ‚Polyvalenz‘ bezeichnete Unbestimmtheit durch ihre Vieldeutigkeit gilt für Pflegedinge in besonders starkem Maße, da Pflege durch Multiprofessionalität (fürsorgende und versorgende, medizinische oder therapeutische Ansätze etc.) gekennzeichnet ist, und Dinge zu unterschiedlichen Zwecken zum Einsatz kommen oder gar zweckentfremdet werden können. Vor diesem Hintergrund erscheinen Dinge in ihrer Bedeutung immer wieder nicht eindeutig greifbar. Es scheint, als gebe es eine vielfältige Auslesung ihres ‚Skriptes‘ [12]. So kann beispielsweise die Nierenschale für Pflegende ein Objekt für die Zahnpflege, etwa zur Ablage des Gebisses genutzt werden, während sie im medizinisch-assistiven Bereich zur Sammlung unsteriler Instrumente dient oder im Fall der OP-Nachsorge zum Auffangen von Körperflüssigkeiten wie Blut oder Mageninhalt. Allen Verwendungsformen liegen unterschiedliche Interaktionen, soziale Gefüge und Aushandlungsprozesse im Umgang mit den Dingen bzw. Menschen zugrunde.

Nach dem ‚material turn‘ [13] in den Geistes- und Sozialwissenschaften und nach diversen Anläufen, Dinge als dem Menschen ‚ebenbürtige‘ Akteure zu (v)erklären [14], wird zunehmend das relationale Herstellen in der Beziehung zwischen Menschen und (ihren) Dingen in den Blick genommen [15]. Damit ist gemeint, dass Dinge ihre Bedeutung erst in der Beziehung zu Menschen, ihren Handlungsweisen und zu anderen Dingen erhalten. Um Dinge für die Erforschung von Pflege fruchtbar zu machen, gilt es also, sie in ihren vielfältigen sozialen Kontexten zu erfassen und zu verstehen. Hahn hat die Zusammenhänge für die Erforschung des Alltags, zu dem wir auch den pflegerischen zählen wollen, im Spannungsfeld von Dingen und sozialem Handeln wie folgt auf den Punkt gebracht:

Gesellschaftlicher Alltag wird nicht nur von materiellen Dingen geprägt, aber auch nicht allein vom Handeln und Wissen. Erst in der Verbindung der beiden Dimensionen ergibt sich ein Zugang zum Verstehen des Alltags. Die Verbindung von Materiellem und Immateriellem ist dabei als etwas Gleichzeitiges aufzufassen. Weder ist das Immaterielle dem Materiellen nachgeordnet, noch sind die Denkweisen als vorgängig, d. h. als Ursprung und Quelle der Dinge aufzufassen. [16]

Für Material Care Studies im Sinne einer erweiterten Pflegedingforschung [17] aus einer sowohl historischen als auch kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektive impliziert dies, was die Sozialhistorikerin Dorothee Wierling als „Selbst-Vergesellschaftung als dem Basisprozess des Zusammenlebens“ [18] umschreibt:

Meiner Ansicht nach gibt es nichts Soziales in den Dingen. Alles, was wir meinen können, wenn wir über ‚the social life of things’ sprechen, ist das, was wir durch unser (soziales) Handeln den Dingen an Bedeutung zufügen. Außerhalb unserer Interaktion existiert nichts Soziales, weswegen es mir angemessener erscheint, über das Soziale an den Dingen zu sprechen, indem wir untersuchen, wie die Dinge in den Dienst des Sozialen gestellt werden. [19]

Der Umgang mit und die Bezugnahme auf Dinge in der Pflege wird von verschiedenen Aspekten beeinflusst. Zum einen durch die Materialität und die damit verbundenen (naturgesetzmäßigen) Wirkungsweisen. So ist anzunehmen, dass mit einem Urinal aus Glas anders umgegangen wird bzw. es anders zum Einsatz gebracht wird als eines aus Plastik. Zum anderen wird die Art, wie mit Dingen umgegangen wird, wie sich Menschen in Beziehung setzen zu Dingen, auch von der sinnlichen Wahrnehmung beeinflusst. [20] So fand bspw. Michael Heinlein [21] mit Blick auf die materielle Ausgestaltung pflegerischer Settings heraus, dass der Einsatz von Liftertechnologien für zu pflegende Personen mit negativen Affekten behaftet sein kann, obwohl der intendierte Zweck den positiven Effekt eines sicheren Transfers für unbewegliche Personen darstellen sollte: Der Umgang mit diesen Geräten, an die die Gepflegten mit Gurten befestigt oder in deren Hängevorrichtungen sie hineingelegt werden, kann ihnen den Abbau ihrer körperlichen Verfasstheit unmittelbar erfahrbar, spürbar machen und unausweichlich vor Augen führen.

Dies hat Konsequenzen in Bezug auf die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Pflegedingen: Sie setzt eine Arbeit voraus, die bei der Untersuchung einer Thematik der Polyvalenz der Dinge entsprechend jeweils unterschiedliche Kontext- und Bedeutungsebenen berücksichtigt. Dabei darf die stete Rückbesinnung auf das eigentliche Material, nämlich die materielle Quelle, nicht vergessen werden: „In der Regel wird bei der Analyse in einem Dreischritt verfahren, der die Materialität der Dinge, den Umgang mit Dingen sowie die Analyse der Dinge als Bedeutungsträger umfasst.“ [22] Das heißt, bei der Dinganalyse muss die Forschung über eine reine Spurensuche und Auslegung möglicher, den Dingen anhaftender Informationen und Bedeutungen hinausgehen, um sie in ihren jeweiligen Kontexten adäquat rekonstruieren zu können. Dafür möchten die Material Care Studies die oftmals aus den Augen verlorene Erforschung der Materialität der Dinge betonen und als zentrale Methode verstanden wissen. Dafür eignet sich die in wissenschaftlichen Sammlungen erprobte Sammlungsforschung, die die Untersuchung der Materialität der Objekte als ersten Schritt zur Dinganalyse versteht. [23]

Ob mit einem dezidiert historischen oder gegenwärtigen Blick oder aus der Perspektive der sozial- oder kulturwissenschaftlichen Zugänge zur materiellen Kultur von Pflege: die verschiedenen Interessen an (Pflege-)Dingen eint ein Zugang zu (materialen) Objekten, der diese als Ressourcen und Mitwirkende in sozialen Interaktionen und nicht als Ergebnis bzw. Ausdruck übergeordneter Strukturen konzeptualisiert. [24] Im Sinne der Material Culture Studies heißt dies, sich die konkrete Rolle und Bedeutung eines (Pflege-)Dinges mit Blick auf den beobachtbaren (oder historisch rekonstruierbaren) Umgang mit ihnen, der immer kontextualisiert und sozial situiert erfolgt, zu rekonstruieren. [25] Dies impliziert einen dezidiert praxeologischen Zugang zu Dingen [26], egal ob es sich um historische oder gegenwärtige Dinge der Pflege handelt. Was unter Pflege (und Care) verstanden wird, ist auch materiell vermitteltes, historisch und sozial kontextualisiertes Handeln, das einem kontinuierlichen Wandel unterworfen ist. Der Gewinn der Material Care Studies ist an dieser Stelle, Pflegedinge als bislang unberücksichtigte und an neuen Erkenntnissen reiche Quellen zur Erforschung von Pflege in Gegenwart und Vergangenheit in den Mittelpunkt zu rücken.

4. Material Care als materielles kulturelles Erbe

Die Material Care Studies möchten Pflegedinge als historische Zeugnisse (auf-)werten und als Teil des kulturellen Erbes einer Gesellschaft verstanden wissen. Im Zentrum der Material Care Studies stehen deshalb explizit nicht nur die gegenwärtig im Einsatz befindlichen Dinge, sondern ebenso auch die materiellen Hinterlassenschaften von Kulturen aus pflegerischen Kontexten. Hierbei geht es jeweils um die Beforschung von Pflegedingen als materielle Zeugnisse der kultur-historischen Gewordenheit von Pflege als Teil von Care. Die Bedeutung, die dem materialen Erbe (nicht nur von Dingen in Kontexten von Pflege) für Wissenschaft und Gesellschaft zukommt, hat der deutsche Wissenschaftsrat im Jahr 2011 hervorgehoben:

Ein Objekt ist durch diese [seine] angelagerten Eigenschaften nicht nur ein Faszinosum, sondern es kann die Bedeutung eines Kulturguts erlangen, der Selbstvergewisserung und Identitätsbildung in der Gesellschaft dienen, als materielles Zeugnis fungieren, es vermag Antworten zu geben auf verschiedenste Fragen und es kann zu weitergehenden Fragen anregen. [27]

Dass Objekten nicht nur in Deutschland eine hohe Bedeutung für Kultur und Gesellschaft beigemessen wird, steht international außer Frage. So beschreibt der Internationale Museumsbund (ICOM) in seinem „Leitfaden für Museen“ die zentralen Aufgaben eines Museums mit dem Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln von Objekten und vermerkt dabei:

Museen sammeln originale Zeugnisse der Kultur und der Natur. Diese werden zu Forschungs- und Bildungszwecken bewahrt, dokumentiert und künftigen Generationen überliefert. Museumssammlungen sind das gegenständliche kulturelle Gedächtnis der Menschheit und ihrer Umwelt. [28]

Zudem zeigen Initiativen wie das von der Europäischen Union initiierte Kulturerbejahr 2018, dass auch Objekte als materiale Hinterlassenschaften zunehmend in den Fokus des gesellschaftlichen und auch politischen Diskurses rücken.

Grundsätzlich liegt all diesen Aussagen und Initiativen die Annahme zugrunde, dass dreidimensionale Objekte durch, wegen und mit ihrer Materialität hohe gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz besitzen, weil sie Inhalte und Zusammenhänge eröffnen, die ohne ihre Berücksichtigung nicht sichtbar würden. Trotz dieser Signifikanz stellen sich aus heutiger Sicht Care und Pflege als wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Themenfelder dar, deren Objekte sich jedoch im Kontext des materialen Erbes den bekannten Sammlungsklassifikationen entzogen haben. In den vergangenen Jahrzehnten hatten sie schlichtweg keinen eigenen Ort, an dem sie gesammelt, bewahrt, beforscht und präsentiert werden konnten. [29] Weder Care und Pflege noch ihre Dinge konnten bislang (zumindest in Deutschland) in der Diskussion um das materiale kulturelle Erbe in Erscheinung treten. Vielmehr wurden Pflege und ihre historischen Dinge vornehmlich im Kontext medizinhistorischer Sammlungen bewahrt, die sich jedoch hauptsächlich mit dem ärztlichen Blick auf medizinische Sachverhalte befassen. [30]

Pflege wirft jedoch ganz eigene politisch wie gesellschaftlich breit diskutierte und hinsichtlich des demografischen Wandels hochbrisante Fragen auf, in denen sich neben konkreten Umsetzungsfragen auch eigene ethische und soziale Aspekte sowie Herausforderungen für die Gesellschaft spiegeln. [31] Pflege gilt als zentrale Praxis menschlichen Miteinanders und des sozialen Zusammenhalts einer Gesellschaft. Sie prägt die persönlichen Gemeinschaften, in denen sie praktiziert wird, ebenso wie den Sozialstaat, der die Rahmenbedingungen der Pflege strukturiert. Pflege ist damit ein stilles soziales Kapital einer Gesellschaft. Die Perspektive der Material Care Studies auf Care- und Pflegedinge als materielles Erbe rückt die kulturelle und historische Bedeutung von Care und Pflege in all ihrer Ambivalenz in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen.

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich viele verschiedene Disziplinen mit Pflege in ihren vielfältigen Formen auseinandergesetzt: Ob PflegewissenschaftlerInnen, SoziologInnen, SozialpädagogInnen, KulturwissenschaftlerInnen – sie alle beschäftigen sich aus ihrem jeweils fachspezifischen Blickwinkel mit der Ausgestaltung und Realisierung pflegerischen Handelns in der Gegenwart, so zum Beispiel mit der Ausgestaltung pflegerischer Verhältnisse, unter Berücksichtigung persönlicher, institutioneller, struktureller oder gesellschaftlicher Ebenen. [32] Um sich den zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen, ist es jedoch ebenso wichtig, sich der historischen Wurzeln pflegerischen Handelns zu erinnern, diese freizulegen und mit den Erkenntnissen vergangener Zusammenhänge zu interpretieren, um mit den Erfahrungen der Vergangenheit gegenwärtige Entwicklungen (auch kritisch) zu betrachten sowie Gestaltungspotentiale für die Zukunft zu entwerfen. Pflege stellt zwar eine gesellschaftliche anthropologische Konstante dar, jedoch wurde und wird sie in ihrer Geschichte immer wieder neu an gesellschaftlichen, politischen, persönlichen oder moralischen Bedürfnislagen orientiert ausgestaltet. [33] In der Art und Weise, wie und womit gepflegt wurde und wird, spiegelt sich deshalb ein Teil der kulturellen Identität der jeweiligen Gesellschaft. [34]

Die Wurzeln pflegerischen Handelns historisch zu erforschen und aufzuarbeiten ist Aufgabe der Pflegegeschichte. Während es international zahlreiche Lehrstühle für Pflegegeschichte oder Museen zur Geschichte der Pflege gibt, steht diese Entwicklung in Deutschland noch am Anfang. Der für die deutsche Wissenschaftslandschaft eher jungen Disziplin wenden sich jedoch vermehrt Forschende aus verschiedenen Fachbereichen zu. Während schriftliche Quellen für den deutschen Sprachraum zunehmend erschlossen werden [35], wurden die materialen Zeugnisse der Pflegegeschichte in der Forschung bislang kaum berücksichtigt. [36] Dies liegt unter anderem daran, dass historische Pflegedinge in Deutschland bislang keine eigene Heimat in Form einer wissenschaftlich geführten Sammlung oder eines umfassenden, professionell geführten Museums haben, vielerorts sind sie, obwohl existent, als solche nicht erkannt. Dabei spielten Dinge in der Vergangenheit ebenso wie heute eine entscheidende Rolle im pflegerischen Handeln. Material Care Studies, die sowohl Care und Pflege als auch materiell vermitteltes und vermittelbares kulturelles Erbe in Augenschein nehmen, untersuchen deshalb nicht nur pflegerische Interaktion und zwischenmenschliche Beziehungen, sondern auch, wie Dinge Pflege und Care an vielen Stellen überhaupt erst möglich machten und machen oder wie sie Einfluss auf die soziale Ordnung und ihre Ausgestaltung nahmen bzw. nehmen. [37] Viele uns heute vertraute Dinge der Pflege wurden in vergangenen Bedarfssituationen entwickelt oder Pflegenden zu bestimmten Zeiten zur Handhabung übergeben. Die Erforschung dieser Aspekte ermöglicht auch ein tieferes Verstehen der weiteren Entwicklungen und der Pflege wie wir sie heute vorfinden.

Ebenso wie heutige Objekte ermöglichen die Pflegedinge der Vergangenheit mithilfe einer historisch-praxeologischen Entschlüsselung einen einmaligen Einblick in das pflegerische Tätigkeitsfeld, ihre Geschichte(n) sowie in vergangene gesellschaftliche Verhältnisse oder Vorstellungen. Historische Pflegedinge als materielles kulturelles Erbe machen Aspekte sichtbar, die uns im Hier und Jetzt und ebenso für die Zukunft entscheidende Einsichten, Selbstreflexionen und Anregungen bieten können. Sie berühren pflegerische ebenso wie ethische und soziale Fragen. Auch machen sie einen interdisziplinären Austausch zwischen Pflege, Medizin, Kultur- und Sozialwissenschaften möglich. [38]

5. Material Care als gendersensibler Blick auf Materialitäten

Die Unsichtbarkeit der Dinge in Pflege und Care ist neben der Sammlungsproblematik auch mit dem Umstand verbunden, dass Pflege selbst kaum die Anerkennung erfährt (und historisch erfahren hat), die ihr als zentrale soziale Praktik einer Gesellschaft zusteht. [39] Sowohl historisch als auch gegenwärtig wird dies dadurch bedingt, dass Pflege und Care weiblich konnotierte Tätigkeits- und Berufsfelder darstellen, u.a. weil sie als eher körperbetont, emotional und sinnlich galten und nach wie vor gelten. [40] Material Care Studies sollten jedoch die leibliche Komponente in den Interaktionen zwischen Menschen und Dingen in Kontexten von Pflege als eine der zentralen Prämissen in den Fokus rücken. Insbesondere im Hinblick auf diejenigen, die gepflegt werden, ist diese Perspektive von Bedeutung, da ihr Körper (als kranke oder alte Körper, mit Behinderungen etc.) selbst zum Objekt pflegerischer Handlungen und Dingeinsätzen werden. Unter anderem, weil ihre Körper dadurch Gefahr laufen materiell-diskursiv zu einem „misfit“ [41] degradiert zu werden, verstehen sich Material Care Studies dezidiert auch als eine Form der gendersensiblen Auseinandersetzungen mit Care, wie im Folgenden dargestellt wird.

In einer gewissen Analogie zu den einschlägigen feministischen Debatten über Care wird im Bereich des Feminist Materialism und einigen Arbeiten der ‚Science and Technology Studies‘ zum einen ein breiter Sorgebegriff herangezogen (der über (zwischen-)menschliche Beziehungen hinausgeht) als auch die Reziprozität und Interdependenz in den Relationen zwischen Menschen und Dingen betont. Beides wird vor dem Hintergrund dessen diskutiert, wie der Umgang in Pflege- und Sorgeverhältnissen und/oder der materiellen Umwelt von vergeschlechtlichten Ungleichheiten geprägt wird, die sie gleichsam reproduzieren helfen. [42]

Dieser Zugriff auf Care ist für Material Care Studies insofern von Relevanz, da es bei der Pflege (beziehungsweise bei der Fürsorge für und Versorgung von Menschen und Dingen, siehe weiter unten) zentral um zwischenmenschliche Beziehungen und um Mensch-Ding-Interaktionen geht. Noch stärker als in anderen Bereichen stehen bei der Pflege Interdependenzen und Vulnerabilitäten, Abhängigkeiten und affektvolle Handlungen besonders im Vordergrund. Dies wiederum setzt voraus, dass die Beziehungen zwischen Menschen als auch zwischen Menschen und Dingen und die kontextualisierten und jeweils unterschiedlich situativ erfolgenden Erfahrungen dieser Beziehungen in den Fokus der Betrachtungen rücken müssen – was seit geraumer Zeit zum Thema feministischer Arbeiten geworden ist. [43] Die feministische Psychologin Carol Gilligan [44] betont in besonderer Weise, dass pflegerische Beziehungen aus der Perspektive derjenigen betrachtet werden sollten, die eine (relativ) machtlose Position innehaben. Dies beträfe in der Pflege beispielsweise die zu pflegenden Personen. [45]

Bei den Material Care Studies stehen zwar in erster Linie weniger die Hinterfragung gesellschaftlicher Machtverhältnisse und eine damit verbundene Kritik an patriarchalen kapitalistischen Ungleichheitsbeziehungen im Vordergrund, jedoch geht es um ein inklusives Denken, das besonders sensibel dafür ist, dass auch der Einsatz von Dingen eingebettet ist in spezifische, durchmachtete diskursive Formationen, gesellschaftliche Strukturen und normative Vorstellungen. Deshalb stehen Material Care Studies dem Feminist Materialism nahe, auch wenn diese – und hier zeigt sich die primäre Orientierung der Material Care Studies an den Material Culture Studies – immer wieder in konkreten Interaktionen, die auch und vor allem durch ihre materiellen Begebenheiten gekennzeichnet sind, situativ reproduziert werden müssen. Entsprechend fokussiert eine Analyse der Material Care Studies (die von den Dingen ausgeht) auf Mikropolitiken der Macht, die oft nebenbei verlaufen und selten bemerkt werden. Dinge werden in der Regel Teil von Routinen, sie routinisieren Handlungen [46] und helfen dadurch (indirekt) einen Status Quo und somit auch strukturell organisierte Ungleichheiten zu reproduzieren. Da dies aber immer wieder neu erfolgen muss, gibt es immer auch einen gewissen Manövrierspielraum. Beziehungen können sich ändern. Manche Dinge, die besonders sperrig und störend sind, provozieren dies gar. Karen Barad [47] betont die Wechselwirkungen von diskursiver Zuschreibung und Materialität, die im Grunde genommen nicht voneinander zu trennen sind, denn (immaterielle) Bedeutung als auch materielle Begebenheiten seien jeweils eine materiell-diskursive Verstrickung verschiedenartiger Muster von Bedeutungen und Gegenständen.

Interdependenz stellt sich aus einer (gendersensiblen) Perspektive der Material Care Studies also nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Menschen und Dinge und somit auch durch Dinge dar. [48] Auf den Bereich Pflege übertragen impliziert dies, dass eine elektronische Aufstehhilfe (Lifter) sowohl Pflegepersonen als auch denjenigen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt und durch diesen beim Aufstehen unterstützt werden, zwar mehr Handlungsmöglichkeiten eröffnet, sie aber gleichzeitig von dem Ding (in diesem Fall dem Lifter) abhängig sind. [49] Jedoch wird in feministischen Arbeiten nicht nur die Interdependenz von Dingen und Menschen (und Ideen, Vorstellungen, Diskursen etc.) betont. Auch die ‚klassische‘ (sozialwissenschaftliche) Objektforschung tut dies seit geraumer Zeit: So kritisiert beispielsweise Daniel Miller eine „tyranny of the subject“, womit er die zu starke Fokussierung auf den Menschen in den Sozialwissenschaften meint. [50] Stattdessen spricht er sich für eine „dialectical republic in which persons and things exist in mutual self-construction and respect for their mutual origin and mutual dependency” [51] aus. Feministische Arbeiten, wie die von Barad, betonen in ähnlicher Weise das Prozesshafte und Unabgeschlossene bzw. das im Entstehen Begriffene materiell-diskursiver Verwicklungen [52]: Das, was ein Ding bedeutet und was es mit Menschen macht, ändert sich, ist nicht fixierbar, sondern einem kontinuierlichen Wandel unterworfen und ist kontingent.

Mit diesen Perspektiven sind einige Arbeiten aus dem Bereich der ‚Science and Technology Studies‘ vergleichbar: Auch hier wird ein besonderes Augenmerk auf die Materialitäten sozialer Interaktionen, wenn auch stärker auf Techniken bzw. techn(olog)ische Begebenheiten, gelegt. Stärker als andere Ansätze betonen die ‚Science and Technology Studies‘, allen voran die Anthropologinnen Annemarie Mol und Jeannette Pols, dass Technik selbst auch Sorge benötige. [53] In den Interaktionen zwischen Mensch und Technik wird immer wieder (neu) eruiert, wie dadurch Care erzeugt werden kann. [54] Was demgegenüber Material Care Studies, die sich am Feminist Materialism orientieren, hervorkehren, ist, dass es sich bei Dingen (nicht nur technischen, sondern allen materialen Objekten) auch um „matter“ [55] handelt: um Gegenstände und um (bedeutsame) Angelegenheiten. Entsprechend sollte eine sozialkonstruktivistische Analyse von Wissenschaft und Technologie immer auch mit einer Kritik daran verbunden sein, wie spezifische epistemische Kulturen zur Reproduktion von vergeschlechtlichten Ordnungen beitragen, die das Rationale-Technische als männlich konnotieren. [56] Diese Kritik wird in ähnlicher Weise auch für die Pflege angewendet, hier ist es vor allem die zwischenmenschliche, eher körperbezogene Arbeit – Berührungen als Teil der Pflege- und Sorgearbeit, die als sinnlich und weiblich und somit als nicht ‚bedrohlich‘, sondern als angenehm und sanft gelten. [57]

Die Dinge von Care und Pflege verweisen jedoch nicht nur auf gegenwärtige, durchmachtete und vergeschlechtlichte Ordnungen. Indem Dinge in ihrer Materialität Zeiten überdauern können, lassen sich diese Ordnungen nicht nur in ihren historischen Trajektorien rekonstruieren. Die Dinge dienen generell als Zeugen der historischen Gewordenheit und gegenwärtigen Ausgestaltung von Pflege. Die Material Care Studies nehmen von daher neben den Dingen der Gegenwart auch immer das materielle kulturelle Erbe von Pflege in den Blick.

6. Fazit

Das Plädoyer für die Hervorhebung der Material Care Studies als eigene Forschungsrichtung begründet sich sowohl mit den speziellen zwischenmenschlichen und dinglich-vermittelten Interaktionen, die in pflegerischen Situationen relevant werden und einer besonderen Sensibilisierung und Sensibilität in ihrer Erforschung bedürfen, als auch im Potential, das Dinge für die Untersuchung des Themenfeldes Pflege (und Care) bereithalten und das bislang zu wenig beachtet worden ist. Dinge als zentralen Bestandteil von Pflege (und Care) zu verstehen und wie im vorliegenden Band in die historischen Analysen miteinzubeziehen oder gar in den Mittelpunkt zu stellen und sie so als Quellengattung ernst zu nehmen, verspricht ein tieferes Verständnis der historischen Prozesse und Entwicklungen in Pflege und Care.

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[1] Orientiert an der Definition Hans Peter Hahns verstehen wir unter Dingen alle „materiellen Gegenstände“ und zwar nicht nur diejenigen, die vom Menschen hergestellt wurden (Artefakte), sondern auch solche, die natürlichen Ursprungs sind und von Menschen (zuweilen modifiziert) benutzt werden (Hahn 2014, S. 19).

[2] Artner et al. 2017.

[3] Remmers 2011, 2016.

[4] Kollewe et al. 2017, S. 17 f. Eine wichtige Ausnahme stellt hier das von Februar 2014 bis Januar 2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt „Die Pflege der Dinge – Die Bedeutung von Objekten in Geschichte und gegenwärtiger Praxis der Pflege“ (Förderkennzeichen 01UO1317A-D) dar. An dieser Stelle möchten die Autorinnen einen ganz besonderen Dank an Anamaria Depner, André Heitmann-Möller und Carolin Kollewe für die langjährige und sehr fruchtbare Zusammenarbeit aussprechen.

[5] International Council of Nurses 2018.

[6] Zum Beispiel Dieffenbach 1832, Gedike 1837, ebenso auch Nightingale 1858.

[7] Für eine Übersicht siehe: Kollewe et al. 2017; als Ausnahmen gelten u.a. Messecar et al. 2002; Morgan/Stewart 1997, de la Cuesta/Sandelowski 2005, Sander 2008; Manz 2015. Weitere Ausnahmen stellen Arbeiten über die Rolle von Technik in der Pflege (zum Beispiel Sandelowski 2000, Manzei 2011, Remmers/Hülsken-Giesler 2011, Hielscher et al. 2015) oder im weiteren Sinne von Care als
(Für-)Sorge beispielsweise auch gegenüber technischen Geräten (Mol et al. 2010, Schillmeier/Domènech 2010, Pols 2012) dar. Jüngste Entwicklungen im Themenfeld Age und Aging werden in Frontiers of Sociology 3 diskutiert ( https://www.frontiersin.org/research-topics/6076/materialities-of-age-and-ageing ). Auch die Gründung des transnationalen Netzwerks "Material Gerontology" soll an dieser Stelle Erwähnung finden (https://materialgerontology.wordpress.com/).

[8] Peplau 1995.

[9] Dorfmeister 2010, Kumbruck 2010.

[10] Dies zeigt sich bspw. in den dreifachen Ausschreibungsrunden der Förderlinie „Sprache der Objekte“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder den seit einigen Jahren anhaltenden Debatten um die Technisierung der Pflege (zum Beispiel Sandelowski 2000, Manzei 2011, Remmers/Hülsken-Giesler 2011, Hielscher et al. 2015).

[11] Hahn 2005, 2015.

[12] Akrich 1992, 1995.

[13] Hicks 2010.

[14] Latour 2008.

[15] Hodder 2014, Fowler/Harris 2015.

[16] Hahn 2014, S. 9.

[17] Kollewe et al. 2017.

[18] Wierling 2016, o.S.

[19] Wierling 2016, Hervorhebung im Original.

[20] Nevile et al. 2014.

[21] Heinlein 2003, S. 95–12.

[22] Ludwig 2011: o.S.

[23] DMB (Deutscher Museumsbund) 2006, S. 18–19.

[24] Ludwig 2011, Artner et al. 2017.

[25] Miller 1987, Hahn 2005, Hahn 2014.

[26] Reckwitz 2003.

[27] Wissenschaftsrat 2011, S. 11.

[28] DMB 2006, S. 15.

[29] Atzl 2017a.

[30] Atzl 2017a.

[31] Peplau 1995.

[32] Koch-Straube 1997, Heinlein 2003, Schroeter/Rosenthal 2005, Sander 2008.

[33] Hähner-Rombach 2009, Thiekötter et al. 2009, Braunschweig 2006.

[34] Leininger 1991.

[35] z.B. Hähner-Rombach 2009, Rueß/Stölzle 2012.

[36] Mit Ausnahme von Artner/Atzl/Kollewe 2016, Artner/Atzl 2016, Atzl 2017a, Atzl 2017b, Atzl 2017c, Atzl/Depner 2017.

[37] Artner et al. 2017.

[38] z.B. Artner/Atzl 2016, Atzl/Depner 2017.

[39] Wahl 2014.

[40] Simpson et al. 2012, S.168; Sandvoll et al. 2015, Backes et al. 2008, Bolton 2005, Wolkowitz 2002.

[41] Garland-Thomson 2011, S. 592.

[42] Ostner/Beck-Gernsheim 1979, Backes et al. 2008, Leira/Saraceno 2002, Ostner 2009. Laut Margit Brückner wird mit Care als „Paradigma“ (2008: 167) zum einen eine wissenschaftliche Denkrichtung und zum anderen politische Positionen zu Care als Arbeit bezeichnet (Brückner 2010). Beides führe zu einer Kritik am gesellschaftlichen Umgang mit Care (und Pflege) - als formale, versicherungspflichtige oder als irreguläre, prekäre Beschäftigung und/oder in Form eines familialen Arrangements, die zwischen den Generationen, innerhalb von Freundschaften, Nachbarschaften oder Gemeinden usw. (Scheiwe/Krawietz 2014, Artner/Schröer 2013) geleistet wird.

[43] Kuhse/Singer/Rickard 1998.

[44] Gilligan 1982.

[45] Green 2012, S. 1.

[46] Reckwitz 2003.

[47] Barad 2007.

[48] Puig de la Bellacasa 2011.

[49] Heinlein 2003, S. 95 ff.

[50] Miller 2005, S. 45.

[51] Miller 2005, S. 37.

[52] Dionne 2016.

[53] Mol et al. 2010.

[54] Mol et al. 2010.

[55] Hird 2009, S. 330.

[56] Hird 2009, S. 330f.

[57] Simpson et al. 2012, S. 168; Bolton 2005, Sandvoll et al. 2015.

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